HAUSMESSE IM NEUEN FORMAT

DIE EUROPÄISCHEN MUSIKBRANCHE IST ZU GAST BEI GEWA MUSIC

um 10. Mal in Folge hat die Hausmesse von GEWA music im Vogtland stattgefunden. Zum Jubiläum gab es in diesem Jahr ein ganz besonderes Programm.

Um 9.00 Uhr morgens öffneten sich die Türen für unsere rund 250 geladenen Besucher, die zum Teil aus weit entfernten Teilen Europas anreisten. Alle europäischen Sprachen waren vertreten und so herrschte schon in den ersten Minuten im Eingangsbereich eine herzliche Begrüßungsatmosphäre auf allen Sprachen.

Als Hausmesse in neuem Format, so wurde das Event in diesem Jahr angekündigt. Zur ersten großen Neuerung gehörte sichtlich die Aufteilung des Hauptgebäudes in drei Bereiche: das Business Center mit Ausstellung, das Demo Center mit live Performances und die Werkstätten mit angeschlossenem Schnäppchenmarkt. Wie schon die Jahre zuvor, stürzten sich unsere Gäste ale erstes ins Gewühl und Getummele des Schnäppchenmarktes. Von Gitarren, über Trompeten bis zum GEWA Etui war fast alles zu bekommen – und das zum Vorteilspreis!

Für Musikhändler, ein wahres Paradies

Man stöberte und schaute, ließ sich von fachkundigem Personal beraten und wählte schließlich seine Ware aus.

Parallel dazu wurden Workshops in den verschiedenen Werkstätten angeboten. Zum Beispiel wurde gezeigt, wie kleinere Reparaturen vom Händler selbst durchgeführt werden können. Nachdem der Ansturm sich gegen Mittag im Schnäppchenmarkt etwas gelegt hatte, füllte sich mehr und mehr der Business Bereich im Ausstellungsraum. Jetzt waren unsere Produktmanager und der innländische sowie der ausländische Außendienst gefragt. Die Produktneuheiten wurden gezeigt, Angebote besprochen und Verhandlungen geführt.

Das alles in sehr angenehmer und entspannter Atmosphäre.

Zu Mittag füllte sich die Kantine. Dank professioneller Hilfe und den flinken Händen unserer GEWA Mädels, konnten wir den Ansturm beim Buffet gut bewältigen.

Währenddessen spielten nebenan auf der Acoustic Stage unsere Künstler aus dem Gitarrenbereich und eröffneten die Etage zum Demo Center. Auf der Silent Stage spielten ein Streicher Duo aus Leipzig auf den Novita E-Streichinstrumenten. Originell war, dass man nur über Kopfhörer zuhören konnte.

Ein musikalisch,
dichtes Klangerlebnis auf
besonders leise Art


Ebenfalls befand sich auf dem Stockwerk des Demo Centers der Testraum für unsere Streichinstrumente. Ein Publikumsmagnet war das Produktionsvideo zu der neuen Con Passione Violinen Serie. Fasziniert sahen die Besucher dabei zu, wie die Violinform ganz präzise von einer CNC Fräse gedrechselt wird. Unser Fachpersonal erklärte darüber hinaus wodurch sich die Con Passione Violinen auszeichnen. Viele unserer Kunden waren neugierig geworden und probierten im Testcenter die ersten handlackierten Geigen aus. Zusätzlich wurden Führungen durch die GEWA Etuiproduktion angeboten, wobei die Besucher mit Fragen an die GEWA Werkstattleiter und Geigenbauer herantraten.

Der Schauplatz sorgte
für ein festlich, eindrucksvolles
Ambiente

Für den Höhepunkt der diesjährigen Hausmesse sorgte ein mitreißendes Abendprogramm im Theater Plauen. Zur Begrüßung bekamen alle Gäste eine Theaterplatzkarte überreicht. Im prunkvollen Theatersaal nahmen sie ihre Plätze ein und Geschäftsführer Hans-Peter Messner begrüßte gemeinsam mit seinem europäischen Team die große Runde. Schön war, dass jedes Land auf seiner Landessprache empfangen wurde und einige der Filialleiter regem Applaus und Zurufen entgegen traten.

Musikalisch eröffneten die Pianistin Franziska Fürnberg und der Posaunist Hubertus Schmidt das Abendprogramm.

Danach wurden alle Gäste zum Buffet auf die Hinterbühne gebeten. Was einen da erwartete, lässt sich schwerlich beschreiben. Kronleuchter und Sternenhimmel, sowie wunderbare Blumenbouquets zierten weiße Tische in gedämpft warmen Licht. An zwei Seiten war das vorzügliche Buffet aufgebaut. Kellner liefen mit Tablets herum und nahmen die Bestellungen der Gäste entgegen, während der Bühnenraum sich mehr und mehr füllte und Licht und musikalische Untermalung für eine leicht, beschwingte Atmosphäre sorgten. Man aß und man lachte, man lernte sich kennen und tauschte sich aus, auf einmal war GEWA music eine große europäische Familie.

Nach dem Essen wurde mit der Theaterglocke zum zweiten Teil des Abends eingeläutet. Der Theatersaal, in goldgelben Licht, gefüllt mit seinem Publikum. Der rote Vorhang ging auf und es zeigte sich ein mit klassischer Musik untermalter Film über die Etuiserie Air und die Germania Instrumente.

Wir begaben uns
in die Wogen der Melodie und
ließen uns von
den Bildern treiben

Auf der Bühne standen vier Stühle und Notenpulte und es erklang eine rhythmische Melodie. Die Seitentüren gingen auf, hintereinander liefen vier Musiker mit Air Etuis auf dem Rücken in den Zuschauersaal hinein. Die Begleitmusik war leiser geworden und verstummte schließlich als die Musiker ihre Plätze einnahmen. Es folgt ein Moment der Stille.

Spannungsvoll und mitreißend spielt das Quartett den Sturm von Antonio Vivaldi. Eine kurze Ansage folgte. Mit Auszügen aus Tschaikowskys Schwanensee und dem Jazz Stück „Fly me to the moon“ begeisterten sie das Publikum. Tosender Applaus! Die Künstler verneigten sich und erfreuten sich sichtlich über die anerkennende Wertschätzung des Publikums.

Die Krönung des Abends war die Gitarristin und Sängerin Julia Malischnig. Mit ihrem musikalischem Feingefühl zupfte sie so gefühlvoll auf den Saiten der neuen VGS Pro Andalus. Für das Publikum der reinste Gänsehaut Effekt.

Leidenschaftlich und rasant ging der Tag zu Ende. Mit einem fabelhaften Dessertbuffet und natürlich dem Kracher des Abends – Chris Heiny und seiner Band.

Es war eine lebendig, bunte Messe, europäisch und familiär.

In diesen Tagen rückten innländische sowie ausländische Fachhändler, Geigenbauer, Produktmanager, Handwerker, Vertriebler sowie Künstler näher zusammen und lernten die Musikwelt Europas aus unterschiedlichen Perspektiven kennen. Eine Plattform des Austausches und des Verständnisses, vor allem aber eine Bereicherung für alle die in der Welt der Musikbranche sich zu Hause fühlen.



Texte: Simone Messner
Photos: Simone Messner
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