GEWA PRO ARTE FLAMENCO

DER FLAMENCO HAT SEINEN URSPRUNG IN DER SÜDSPANISCHEN REGION ANDALUSIEN.

Es gibt eine Menge Theorien über die Entstehung, da es aber sogut wie keine schriftlichen Aufzeichnungen dazu gibt, sondern nur mündliche Überlieferungen, sind es eben nur Theorien…wir kennen das Prinzip der stillen Post. Was Fakt ist: Flamenco gilt als die spanische Musik schlecht hin.

In der Praxis besteht er aus mehreren Zutaten, da haben wir den Gesang (cante), den Tanz (baile), das Instrumentalspiel (toque) und natürlich die Gitarre (guitarra flamenca).

Alles zusammen macht natürlich ganz schön „Caramba“ und ist irgendwie auch ein Lebensgefühl welches wir leicht unterkühlten Nordeuropäer gerne mit dem Klang des Südens verbinden.

Die Flamenco Gitarre nimmt klanglich einen wesentlichen Teil in diesem „Lebensgefühl“ ein. Da haben wir die Variante "guitarra blanca" bestehend aus hellen Hölzern wie Fichte und Zypresse, beim Deckenholz auch gerne mal Zeder, welche vorzugsweise wie bei der Pro Arte Flamenco in den Farben diverser Zitrusfrüchte lackiert wird. Auch hier gibt es natürlich Ausnahmen von der Regel das wäre dann die "guitarra negra" wo vorwiegend dunkle Hölzer zum Einsatz kommen.

Im Allgemeinen ist der Korpus etwas Kleiner und Schmaler wie bei einer regulären 4/4 Konzertgitarre, folglich etwas leiser und auch mit etwas weniger Bass im Klang ausgestattet. Beim Flamenco gibt es reichlich Anschlag und Noten, deshalb die Saitenlage etwas flacher justiert wird. Dies wiederum produziert etwas mehr Nebengeräusche beim Spiel, welche aber keinen störenden Einfluss haben, weil sie sich im Gesamtklangbild mit den perkussiven Instrumenten gut einpassen und irgendwie mit dazu gehören.

Im Ursprung wurden die Gitarren mit Holzwirbeln, den sogenannten „clavijas” ausgestattet, sah gut aus, ist aber nicht besonders Stimmstabil, deswegen heut zu Tage gerne reguläre Konzertgitarrenmechaniken verwendet werden.

Wer das Flamencospiel in all seiner Explosivität zelibriert sollte auch auf einen Deckenschlagschutz „golpeador“ nicht verzichten. Was hängen bleibt, der Flamenco ist etwas für Ohr, Auge und auch Gaumen da irgendie auch Tapas und ein guter spanischer Roter dazu gehören.

Er ist ein traditionelles Element was Spanien neben Wein, Meer und Sonne in der ganzen Welt bekannt gemacht hat. Da muß Blasmusik, Weißbier und Brathändal sich mal Gedanken machen ☺

Texte: Thomas Neuhierl
Photos: GEWA music GmbH / pixabay.com